Der Einfluss von Proteinen – Was Katzen wirklich brauchen, wenn die Nieren schwächeln
Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit unserer Katzen – besonders dann, wenn die Nieren nicht mehr richtig mitarbeiten. Viele Halter:innen sind verunsichert, sobald Begriffe wie „Proteinreduktion“ oder „Nierendiät“ fallen. Doch nicht die Menge, sondern die Qualität der Proteine ist entscheidend.
Gerade bei älteren Katzen mit chronischer Nierenschwäche geht es darum, den Körper optimal zu versorgen, ohne ihn zusätzlich zu belasten. Hochwertige, leicht verdauliche Eiweiße wie bioaktive Kollagenpeptide können genau hier ansetzen: Sie liefern wichtige Bausteine für Muskeln, Gelenke und Gewebe – und sind dabei gut verträglich, auch bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Vor allem wenn die Katze zusätzlich an Arthrose leidet, ist Aktivkollagen die goldene Wahl – weil es gezielt den Knorpelstoffwechsel unterstützt und Entzündungen in den Gelenken regulieren kann.
Und wenn auch noch Übergewicht ein Thema ist, hilft Aktivkollagen, die Muskulatur zu erhalten, ohne zusätzliche Kalorien zu liefern – ein klarer Vorteil bei Bewegungsmangel und Futterreduktion.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Nierenprobleme bei Katzen häufig vorkommen, welche Rolle Proteine im Alter spielen – und warum Kollagen eine sinnvolle Unterstützung sein kann.
Häufige Nierenprobleme bei Katzen – ein Überblick
Viele Katzen entwickeln im Laufe ihres Lebens Probleme mit den Nieren – vor allem im Alter. Dabei gibt es unterschiedliche Formen von Nierenerkrankungen, die sich in ihrer Ursache, dem Verlauf und den Auswirkungen deutlich unterscheiden. Um besser zu verstehen, was im Körper der Katze passiert und worauf es bei der Ernährung ankommt, hilft ein kurzer Blick auf die häufigsten Nierenprobleme bei Katzen.
1. Chronische Niereninsuffizienz (CNI / CKD)
🔬 Die häufigste Nierenerkrankung bei älteren Katzen.
Was passiert?
Die Nieren verlieren langsam, aber dauerhaft ihre Filterfunktion. Stoffwechselgifte wie Harnstoff und Kreatinin reichern sich im Blut an. Der Körper kann das nicht mehr ausreichend ausgleichen.
Typische Symptome:
- Mehr trinken (Polydipsie)
- Häufiger urinieren (Polyurie)
- Gewichtsverlust, Appetitmangel
- Mundgeruch (urämisch), Übelkeit
- Mattigkeit, stumpfes Fell
Ursachen:
Oft altersbedingt, aber auch durch Infektionen, Bluthochdruck, genetische Ursachen oder frühere Nierenschäden.
Behandlung:
- Diätfutter mit reduziertem Phosphor
- Hochwertige, leicht verdauliche Proteine
- Unterstützung mit Medikamenten oder Ergänzungen (z. B. Aktivkollagen, Omega-3, Nierenschützer)
2. Akutes Nierenversagen (ANV)
🚨 Plötzlich auftretende, schwere Funktionsstörung der Nieren.
Was passiert?
Die Niere bricht innerhalb von Stunden oder Tagen in ihrer Funktion ein – z. B. durch Vergiftungen (z. B. Lilien, Ethylenglykol), Infektionen oder Kreislaufschock.
Symptome:
- Plötzlicher Appetitverlust
- Erbrechen, Apathie
- Kein oder sehr wenig Urin (Anurie)
- Dehydration
- Lebensgefahr bei Nichtbehandlung
Behandlung:
- Stationäre Intensivtherapie (Infusionen, Entgiftung)
- Ursachenbeseitigung
- Kontrolle von Blutwerten und Urinproduktion
➡️ Akutes Nierenversagen kann bei rechtzeitiger Behandlung rückgängig sein – im Gegensatz zur chronischen Form.
3. Nierensteine (Nephrolithiasis)
🪨 Ablagerungen von Mineralien in den Nieren.
Was passiert?
Mineralien wie Kalzium oder Oxalat bilden kleine bis größere Steine in den Nieren oder ableitenden Harnwegen. Diese können den Abfluss blockieren oder Entzündungen hervorrufen.
Symptome:
- Schmerz beim Wasserlassen
- Blut im Urin
- Koliken (plötzliches, starkes Bauchweh)
- Harnverhalt bei Blockade
Behandlung:
- Je nach Lage: medikamentös, diätetisch oder chirurgisch
- Wichtig: früh erkennen durch Röntgen/Ultraschall
4. Niereninfektionen (Pyelonephritis)
🦠 Entzündung des Nierenbeckens, meist durch Bakterien.
Was passiert?
Eine bakterielle Harnwegsinfektion steigt in die Nieren auf und verursacht dort eine Entzündung. Oft zusammen mit Blasenentzündung.
Symptome:
- Fieber
- Rückenschmerzen
- Häufiges Wasserlassen, evtl. Blut im Urin
- Appetitmangel
Behandlung:
- Antibiotika gezielt nach Antibiogramm
- Schmerzmittel, evtl. Infusionen
- Kontrolle durch Urinkultur und Ultraschall
5. Zystennieren (Polyzystische Nierenerkrankung, PKD)
🧬 Genetische Erkrankung bei bestimmten Rassen (v.a. Perser).
Was passiert?
Schon in jungen Jahren entstehen in der Niere viele kleine flüssigkeitsgefüllte Zysten, die das gesunde Nierengewebe verdrängen.
Symptome:
Oft lange unauffällig – später ähnlich wie CNI: Gewichtsverlust, Appetitmangel, vermehrter Durst.
Behandlung:
Keine Heilung möglich – symptomatische Therapie wie bei chronischer Niereninsuffizienz. Frühdiagnostik per Ultraschall ist bei Risikorassen wichtig.
Tipps vom Tierarzt:
Die Nieren sind empfindlich, arbeiten aber sehr lange still und leise – viele Nierenprobleme werden erst spät erkannt.
Daher der Rat vom Tierarzt:
🔎 Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen ab dem 7. Lebensjahr.
💧 Achte auf Wasseraufnahme, Futterqualität und Fellzustand.
🧴 Ergänzungen wie bioaktive Kollagenpeptide können sinnvoll sein – aber bitte immer individuell abstimmen.
Da die chronische Niereninsuffizienz (CNI) die mit Abstand häufigste Nierenerkrankung bei Katzen ist – besonders bei älteren Tieren – lohnt sich ein genauerer Blick auf diese Form.
Was passiert bei Niereninsuffizienz?
Die Nieren filtern normalerweise Abfallstoffe wie Harnstoff aus dem Blut. Wenn sie nicht mehr richtig arbeiten, sammeln sich diese Stoffe an und können das Tier belasten. Das bedeutet aber nicht, dass du alle Proteinquellen meiden solltest – im Gegenteil: Wichtig ist die Qualität, nicht die Menge.
Ältere Katzen brauchen gut verdauliche, hochwertige Eiweiße – sie helfen dabei, Muskeln und Organfunktionen zu erhalten. Auch Haut und Fell profitieren: Wenn die Eiweißversorgung nicht stimmt, kann das Fell stumpf und struppig werden, die Haut verliert an Elastizität.
Bioaktive Kollagenpeptide – Risiko oder Hilfe?
Einige Halter:innen fragen sich, ob bioaktive Kollagenpeptide, wie sie z. B. in unserem Aktivkollagen enthalten sind, bei Nierenschäden ein Risiko darstellen könnten. Die kurze Antwort lautet:
✅ Nein – in normaler Dosierung sind sie auch bei CNI (chronischer Niereninsuffizienz) gut verträglich.
Katzen sind sogenannte obligate Karnivoren – ihr Stoffwechsel ist auf eine proteinreiche Ernährung ausgelegt. Ihre Leber kann Eiweiß besonders gut verarbeiten, und ihre Nieren sind auf den hohen Eiweißumsatz vorbereitet.
Studien zeigen, dass selbst bei chronisch nierenkranken Katzen die Gabe bestimmter Peptidpräparate (vergleichbar mit Aktivkollagen) keinen negativen Einfluss auf Kreatinin, Harnstoff oder Phosphat hatte. Im Gegenteil – in manchen Fällen konnten die Nierenwerte stabil gehalten werden.
📚 Studien hierzu haben wir in den Referenzen aufgelistet.
Was bedeutet das für dich und deine Katze?
Die Datenlage zeigt, dass bioaktive Kollagenpeptide in Dosierungen von 1–3 g täglich bei Katzen nicht nierenschädlich sind. Es gibt keine Hinweise, dass Aktivkollagen Nierenschäden verursacht oder verschlimmert – vor allem nicht in den Mengen, wie sie bei Tieren eingesetzt werden.
Dennoch empfehlen wir, die Gabe vorab mit deiner Tierärztin abzustimmen, insbesondere wenn die Nierenwerte stark schwanken.
Unser Tipp bei älteren Katzen mit Nierenproblemen
Achte auf diese Kombination:
✅ Hochwertige, gut verdauliche Proteine (z. B. Kollagenpeptide wie in Aktivkollagen)
✅ Essenzielle Fettsäuren (z. B. Omega-3)
✅ Antioxidantien wie Vitamin E und C
✅ Zink – aber in passender Dosierung (Zuviel kann andere Mineralstoffe verdrängen!)
✅ Eine regelmäßige Blutkontrolle beim Tierarzt
Fazit
🐱 Kollagen ist kein Risiko, sondern eine Chance – selbst bei nierenkranken Katzen.
Es kann helfen, Gelenke, Haut und Fell zu unterstützen und deine Katze vital zu halten. Entscheidend ist die hochwertige Auswahl und die passende Dosierung – dann steht einer Anwendung auch bei älteren Tieren nichts im Weg.
Hochwertige, leicht verdauliche Proteine wie bioaktive Kollagenpeptide sind bei Nierenproblemen besonders wertvoll – und Aktivkollagen ist die beste Wahl, vor allem wenn die Katze zusätzlich an Arthrose leidet oder übergewichtig ist, da es Gelenke unterstützt, Muskeln erhält und den Stoffwechsel entlastet – ganz ohne zusätzliche Kalorien.
📌 Übrigens: Auf unserem Blog findest du noch weitere Tipps für die natürliche Unterstützung bei Arthrose, Erfahrungsberichte und Tipps bei älteren Katzen.
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Referenzen:
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Estimation of the dietary nutrient profile of free-roaming feral cats: possible implications for nutrition of domestic cats.
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📌 Zeigt, dass Katzen als obligate Karnivoren an eine proteinreiche Ernährung angepasst sind. 👉 DOI: 10.1017/S0007114511002285
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📌 Über die speziellen Ernährungsbedürfnisse älterer Katzen – Fokus auf Proteinqualität und -verdaulichkeit. 👉 DOI: 10.1016/j.cvsm.2008.06.004
DiBartola, S. P. (2011).
Fluid, Electrolyte, and Acid-Base Disorders in Small Animal Practice (4th ed.)
📚 Standardwerk in der Tiermedizin zur Nierenphysiologie, Erkrankungen und Management. Kapitel zu CNI, Proteinstoffwechsel und Therapieansätzen.
👉 ISBN: 978-1437706550
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📌 Wissenschaftlicher Überblick über bioaktive Peptide wie Kollagen und deren Funktionen – inkl. antioxidativer und entzündungshemmender Effekte.
👉 DOI: 10.1016/j.fshw.2016.09.002
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