10 stille Warnsignale, bevor dein Pferd lahmt
Etwa 80 % der Rehefälle bei Pferden werden durch Stoffwechselentgleisungen ausgelöst – doch die meisten Pferdebesitzer erkennen die Warnsignale erst, wenn es zu spät ist. Der Schlüssel zur erfolgreichen Prävention liegt in der Früherkennung: Je eher du subtile Veränderungen bemerkst, desto besser kannst du gegensteuern und dein Pferd vor schmerzhaften Reheschüben bewahren.
In diesem Blog zeigen wir dir 10 stille Warnsignale, die oft Wochen oder Monate vor einer akuten Hufrehe auftreten und wie du mit gezieltem Stoffwechsel-Management deinem Pferd Sicherheit gibst.
1. Dein Pferd wird "steif" im Gang
Das Zeichen: Dein Pferd geht auf den Hinterbeinen lockerer als vorne. Der Vordergangverlauf wirkt gehemmt, schulterig oder verspannt – als wäre es gerade vor dem Reiten unbewegt aus der Box gekommen, obwohl es gerade grasen war.
Warum das passiert: Im Vorläuferstadium von Hufrehe bildet sich bereits eine leichte Entzündung der Huflederhaut (Lederhaut). Das Pferd versucht unbewusst, die Vorderhufe zu entlasten, indem es kürzer tritt und nicht vollständig abrollen lässt. Dieser "klemmige Gang" ist eines der frühesten und oft übersehenen Warnsignale.
Praktische Beobachtung: Achte besonders auf den Übergang von der Box zur Weide. Wirkt dein Pferd in den ersten 10 Minuten steifer als normal? Das ist bereits ein Hinweis.
2. Dein Pferd meidet harten Untergrund
Das Zeichen: Beim Spaziergang oder Reiten weicht dein Pferd plötzlich auf Wiesenstreifen aus oder zögert, über Schotter, Pflaster oder Kies zu gehen.
Warum das passiert: Hufe mit entzündeter Lederhaut sind extrem druckempfindlich. Ein normales Pflaster fühlt sich für das Pferd wie Nadeln an. Diese Fluchtreaktion ist ein biologisches Schutzsignal – der Körper versucht, den Druck von den betroffenen Hufen zu nehmen.
Was du tun kannst: Verwende ein Hufzangentest: Drücke vorsichtig mit einer speziellen Hufzange auf verschiedene Zonen der Hufsohle. Wenn dein Pferd einen deutlichen Schmerzreflex zeigt (zurückzucken, Fuß wegziehen), ist Vorsicht geboten.
3. Regionale Fetteinlagerungen am Hals oder Nacken (das Cushing-/EMS-Zeichen)
Das Zeichen: Dein Pferd entwickelt dicke Fettpolster am Hals, an der Schulter oder über den Augenhöhlen, obwohl du nicht mehr fütterst als sonst. Das Fell wird bei älteren Pferden länger, lockiger oder seidenartig – auch wenn es Sommer ist.
Warum das gefährlich ist: Dies sind klassische Symptome von Equinem Metabolischen Syndrom (EMS) oder Cushing-Syndrom (PPID). Beide Erkrankungen führen zu Insulinresistenz – und diese ist die Hauptursache für Hufrehe in über 70 % der Fälle, besonders im Herbst.
Wichtig zu wissen: EMS und Cushing können gleichzeitig auftreten. Ein Bluttest beim Tierarzt (Insulin-, Glukose- und ACTH-Werte) kann hier Klarheit bringen.
4. Dein Pferd wird "faul" - Leistungsabfall und Mattigkeit
Das Zeichen: Ein Pferd, das sonst freudvoll auf die Weide stürmt, wirkt auf einmal antriebslos, apathisch und müde. Es bewegt sich weniger und beziegt Gras langsamer auf.
Warum das ein Warnsignal ist: Mattigkeit ist ein Zeichen für Stoffwechselentgleisungen. Die permanente Belastung des Systems durch erhöhte Insulinspiegel und chronische Entzündungsprozesse raubt dem Pferd Energie. Das Immunsystem ist überfordert.
Praktische Beobachtung: Kombiniert mit Übergewicht ist dies ein starker Indikator für metabolische Probleme.
5. Veränderung des Fellstoffwechsels – Haarwechselprobleme auch im Sommer
Das Zeichen: Dein Pferd wirft sein Winterfell nicht richtig ab, oder das Sommerfell ist struppig, stumpf und ohne Glanz. Bei älteren Pferden bilden sich Locken oder Wellen im Fell (besonders am Hals oder an der Kruppenzone).
Warum das passiert: Cushing/PPID und EMS stören den Hormonhaushalt dramatisch. Eine der ersten Manifestationen ist ein schlechter Fellwechsel, weil die Proteinversorgung und die Hormonbalance völlig durcheinander sind.
Praktische Bedeutung: Gutes Fellmanagement mit hochwertigem Protein (besonders Lysin und Methionin) kann hier präventiv wirken.
6. Dein Pferd trinkt plötzlich viel mehr – Polydipsie als unterschätztes Zeichen
Das Zeichen: Dein Pferd sucht ständig nach Wasser und trinkt deutlich mehr als üblich – auch ohne erhöhte Temperatur oder Training.
Warum das relevant ist: Erhöhtes Durstverhalten ist ein klassisches Symptom von Insulinresistenz und Diabetes beim Pferd. Der gestörte Zuckerstoffwechsel führt zu erhöhter Glukoseausscheidung über den Harn – der Körper versucht, durch erhöhte Wasserzufuhr auszugleichen.
Blick in die Praxis: Kombiniert mit vermehrtem Urinabsatz ist dies ein starker Hinweis auf metabolische Probleme.
7. Hufe werden wärmer
Das Zeichen: Die Hufe fühlen sich dauerhaft leicht wärmer an als normal. Du kannst das mit der Hand fühlen, wenn du oben am Huf anfasst – nicht nur direkt nach der Bewegung, sondern auch in Ruhepausen.
Warum das ernst zu nehmen ist: Eine erhöhte Huftemperatur ist ein Klassiker für beginnende Huflederhautentzündung. Im akuten Stadium wirst du sogar eine deutliche Pulsation an der Zehenarterie (seitlich am Huf, unter dem Kronrand) spüren können.
Praktisches Know-How: Lerne, die Pulsation zu fühlen – das ist ein objektives Kriterium, das Tierärzte nutzen. Mehr zum Thema Hufgesundheit findest du in dem Blog "Starke Hufe, Starke Pferde."
8. Dein Pferd wirkt schmerzverzerrter im Antlitz
Das Zeichen: Der Gesichtsausdruck wirkt angespannt, die Augen sind weniger offen, die Nüstern scheinen angespannter zu sein. Das Pferd "schaut" besorgt, nicht entspannt.
Warum das passiert: Chronische Schmerzen in den Hufen verändern die Gesamtkörperspannung. Der Körper befindet sich in einem permanenten Schmerz-Muster, auch wenn das Pferd noch nicht deutlich lahm ist. Das Nervensystem ist ständig auf Alarm.
Psychologischer Hintergrund: Schmerz führt zu Stress, erhöhtem Kortisol – was wiederum die Insulinresistenz verschlimmert. Ein Teufelskreis entsteht.
9. Vermehrte Infektionsneigung – häufigere kleine Wunden, Hautprobleme
Das Zeichen: Dein Pferd hat plötzlich häufiger kleine Kratzer, die nicht heilen, Hautekzeme oder Pilzinfektionen. Das Immunsystem wirkt geschwächt.
Warum das zusammenhängt: Cushing und EMS unterdrücken das Immunsystem massiv. Ein Pferd mit metabolischen Problemen kann Infektionen nicht gut abwehren. Das ist ein Zeichen für systemische Stoffwechselentgleisungen.
Praktische Konsequenz: Häufige Infektionen + andere Symptome dieser Liste = dringend zum Tierarzt für Blutuntersuchung.
10. Muskelabbau oder schlechte Muskelentwicklung
Das Zeichen: Trotz ausreichend Futter und Bewegung entwickelt dein Pferd schlechte Muskulatur, besonders am Rücken und an der Kruppe. Die Muskeln wirken "geflachert" oder wenig entwickelt.
Warum das passiert: Bei EMS und Cushing wird die Proteinverwertung massiv gestört. Der Körper kann Eiweiß nicht richtig nutzen, und essentielle Aminosäuren (wie Lysin und Methionin) werden nicht richtig aufgenommen. Zusätzlich zerlegt ein erhöhter Kortisolspiegel sogar aktiv Muskelprotein.
Ernährungslösung: In diesen Fällen ist hochwertige Aminosäuren-Supplementierung essenziell – nicht nur gutes Heu, sondern auch Luzerne oder spezialisierte Aminosäuren-Komplexe.
Ganzheitliches Stoffwechsel-Management: Aktivkollagen & Co.
Wenn Blutuntersuchungen metabolische Probleme bestätigen oder Rehegefahr besteht, ist ein umfassendes Management notwendig:
1. Fütterung (Basis)
- Zuckerreduziertes Heu (max. 10 % Zucker)
- Keine Getreide-Kraftfutter
- Rohfaserbetont & energiearm
- Hochwertige Eiweißquellen (Luzerne, Sojaschrot)
2. Bewegung & Training
- Tägliche Bewegung ist essentiell für Insulinsensitvität
- Gezieltes Training verbessert Muskulatur und metabolische Fitness
- Auch ältere Pferde profitieren von regelmäßiger Bewegung
3. Mineral- & Vitaminversorgung
- Biotin (20.000 mcg/Tag bei Hufrehe-Pferden)
- Zink (verstärkte Dosierung bei Rehe)
- Vitamin E, Selen, Mangan
- Methionin & Lysin (essentielle Aminosäuren)
4. Aktivkollagen HORSE – Stoffwechsel- und Gelenkmanagement
Warum Aktivkollagen besonders bei Rehe-Pferden sinnvoll ist:
Rehe-Pferde sind durch die nötige Futterrestriktion oft unterversorgt mit hochwertigem Protein und essentiellen Aminosäuren. Hier punktet Aktivkollagen HORSE:
Zucker- & Stärkefrei
- 0 Gramm Zucker, 0,03 g Kohlenhydrate pro Tagesdosis
- Keine Insulinbelastung – perfekt für metabolisch sensible Pferde
- Kann bedenkenlos bei EMS, Cushing und chronischer Hufrehe gefüttert werden
Hochwertige Aminosäuren-Zusammensetzung
- Lysin (3,7%): Unterstützt Kollagensynthese in Huflederhaut und Sehnen
- Glycin (21,8%) & Prolin (13,1%): Natürliche Kollagenbaustein-Aminosäuren
-
Arginin, Alanin, Glutaminsäure: Unterstützen Muskelaufbau und Regeneration
Hochverfügbar & leicht verdaulich
- Enzymatisch gespaltene bioaktive Kollagenpeptide mit niedriger Molekülmasse
- Werden direkt im Blutkreislauf aufgenommen
- Ideal bei metabolisch gestörten Pferden mit gestörter Darmgesundheit
Wissenschaftlich belegt
- Pilotstudie: 38 Pferde mit Arthrose
- Nach 6 Wochen: Lahmheit und Beweglichkeit signifikant verbessert (p < 0,05)
- Keine Nebenwirkungen über 12 Wochen beobachtet
- Spezifische Signalpeptide für Knorpelzellen, Fibroblasten und Sehnen
Ganzheitliches Gelenkmanagement
- Unterstützt Regeneration der Huflederhaut (direkt bei Hufrehe relevant)
- Stabilisiert Gelenke und Knorpel (wichtig für Kompensationsverletzungen)
- Fördert Sehnen- & Banderstabilität (Rehe-Pferde neigen zu Sekundärtraumata)
- Verbessert Muskelqualität und Regeneration (essentiell nach Bewegungseinschränkung)
Dosierung und Anwendung bei Rehe-Pferden
Empfohlene Dosierung Aktivkollagen HORSE:
- 25 g/Tag: Leichte Vorbeugung / Erhaltung
- 50 g/Tag: Bei bestehender Hufrehe, Arthrosen, Lahmheiten
Fütterungsschema:
- Mindestens 8-12 Wochen durchgehend verfüttern
- Geschmacksneutral, einfach unters Futter mischen
- Auch akzeptiert von mäkeligen Pferden
- Langzeitgabe empfohlen, besonders bei chronischer Rehe
Wichtig: Aktivkollagen ist eine unterstützende Maßnahme, keine Alleinbehandlung. Es funktioniert optimal in Kombination mit:
- Korrekter Fütterung
- Bewegung & Training
- Medikamentöser Unterstützung (bei Cushing: Pergolid)
- Hufpflege & Beschlag
FAQ – Die wichtigsten Fragen
F: Kann mein Pferd Hufrehe bekommen, auch wenn es nicht übergewichtig ist?
A: Ja! Auch schlanke Pferde können EMS und Hufrehe entwickeln. Das Syndrom ist nicht nur gewichtabhängig, sondern auch genetisch und hormonell bedingt. Ältere Pferde sind besonders anfällig für Cushing.
F: Ist Aktivkollagen auch für Cushing-Pferde geeignet?
A: Ja, absolut. Aktivkollagen enthält 0 Gramm Zucker und keine Stärke – ideal für metabolisch sensible Pferde. Es ist sogar explizit für EMS und Cushing-Pferde empfohlen.
F: Muss ich es dauerhaft geben?
A: Bei chronischer Hufrehe und älteren Pferden ist Dauergabe sinnvoll. Bei Prävention kann es saisonal (besonders Herbst/Winter) gegeben werden.
F: Reicht Aktivkollagen allein aus?
A: Nein. Es ist eine wichtige Unterstützung, aber kein Ersatz für richtige Fütterung, Bewegung und ggf. medikamentöse Therapie (Pergolid bei Cushing, Insulin-Management bei EMS).
F: Wie schnell wirkt Aktivkollagen?
A: Erste Verbesserungen sind nach 4-6 Wochen möglich, aber optimale Effekte zeigen sich nach 8-12 Wochen regelmäßiger Gabe.
Fazit: Prävention ist der beste Schutz
Hufrehe muss nicht sein. Mit Aufmerksamkeit, früher Erkennung und gezieltem Management lassen sich die meisten Reheschübe verhindern. Die 10 Warnsignale in diesem Artikel sind deine persönliche Frühwarnung – nutze sie, um deinem Pferd Sicherheit zu geben.
Du möchtest dein Rehegefährdet-Pferd optimal unterstützen? Kombiniere richtige Fütterung, Bewegung und Aktivkollagen HORSE – für maximale Stoffwechselstabilität.





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